Bonum annum MMXX

Bonum annum novum omnibus visitatoribus huius situs. Speramus nos vim habituros esse ad hoc ministerium sustinendum et anno MMXX, ad maiorem Dei gloriam semper!

Auguri di buon anno a tutti i frequentatori di questo sito. Speriamo di avere la forza di proseguire questo servizio anche nel 2020, sempre ad maiorem Dei gloriam!

Happy New Year to all visitors of this site. We hope to have enough strength to continue this service in 2020, always ad maiorem Dei gloriam!

Frohes Neues Jahr an alle Besucher dieser Seite. Wir hoffen, die Kraft zu haben, diesen Dienst im Jahr 2020 fortzusetzen, immer ad maiorem Dei gloriam!

Feliz año nuevo a todos los visitantes de este sitio. Esperamos tener la fuerza para continuar este servicio en 2020, siempre ad maiorem Dei gloriam!

Sanctæ Familiæ Iesu, Mariæ et Ioseph – 29 Dec 2019

Festum

Ant. ad introitum Lc 2, 16
Venérunt pastóres festinántes, et invenérunt Maríam
et Ioseph et Infántem pósitum in præsépio.

Dicitur Glória in excélsis.

Collecta
Deus, qui præclára nobis sanctæ Famíliæ
dignátus es exémpla præbére,
concéde propítius,
ut, domésticis virtútibus caritatísque vínculis illam sectántes,
in lætítia domus tuæ prǽmiis fruámur ætérnis.
Per Dóminum.

Dicitur Credo.

Super oblata
Hóstiam tibi placatiónis offérimus, Dómine,
supplíciter deprecántes,
ut, Deíparæ Vírginis beatíque Ioseph interveniénte suffrágio,
famílias nostras in tua grátia fírmiter et pace constítuas.
Per Christum.

Præfatio de Nativitate.

Ant. ad communionem Bar 3, 38
Deus noster in terris visus est,
et cum homínibus conversátus est.

Post communionem
Quos cæléstibus réficis sacraméntis,
fac, clementíssime Pater,
sanctæ Famíliæ exémpla iúgiter imitári,
ut, post ærúmnas sǽculi,
eius consórtium consequámur ætérnum.
Per Christum.

© Copyright – Libreria Editrice Vaticana

Messalino in PDF con letture in lingua italiana (da stampare su fogli A3 fronte/retro)

Missalette in PDF with readings in English (to be printed on A3 sheets, front/back)

Messbuch in PDF mit Lesungen auf Deutsch (auf A3-Bogen, Vorder-/Rückseite drücken)

Tra le sollecitudini

MOTU PROPRIO TRA LE SOLLECITUDINI SS.MI D. N. PII PP. X DE MUSICA SACRA (in festo S. Cæciliae V. et M., X Kalendas Decembris)

MOTU PROPRIO TRA LE SOLLECITUDINI OF THE SUPREME PONTIFF PIUS X ON SACRED MUSIC (November 22, 1903)

MOTU PROPRIO TRA LE SOLLECITUDINI DEL SOMMO PONTEFICE PIO X SULLA MUSICA SACRA (22 novembre 1903)

MOTU PROPRIO TRA LE SOLLECITUDINI DEL SUMO PONTÍFICE PÍO X SOBRE LA MÚSICA SAGRADA (22 noviembre 1903)

MOTU PROPRIO TRA LE SOLLECITUDINI DO SUMO PONTÍFICE PIO X SOBRE A MÚSICA SACRA (22 novembro 1903)

MOTU PROPRIO TRA LE SOLLECITUDINI VON PAPST PIUS X. ÜBER DIE RESTAURATION DER KIRCHENMUSIK (22. November 1903)

MOTU PROPRIO TRA LE SOLLECITUDINI DE SA SAINTETÉ LE PAPE PIE X SUR LA RESTAURATION DE LA MUSIQUE SACRÉE (22 novembre 1903)

Kardinal Sarah für heilige Messe „ad orientem“

Die Tagespost:

Der afrikanische Kurienkardinal Robert Sarah hat sich für die Zelebration der heiligen Messe „ad orientem“ ausgesprochen. Bei der offiziellen Präsentation der deutschen Ausgabe seines aktuellen Buches „Herr, bleibe bei uns“ in der Benediktinerabtei St. Georg in Weltenburg erklärte Sarah wörtlich: „Ich habe das schon oft vorgeschlagen. Denn die Kirche hatte immer Richtung Osten gebetet.“

„Wenn man das Kreuz in die Mitte des Altares rückt und sich alle Blicke auf das Kreuz richten, dann ist das, als bete man ,ad orientem‘, da Jesus Christus der christliche Orient ist.“

Johannes XXIII und die lateinische Sprache

Nicht ohne den göttlichen Ratschluss traf es sich, dass die lateinische Sprache, die sehr umfangreiche Völkergemeinschaft unter der Herrschaft des Römischen Imperiums über sehr viele Jahrhunderte vereint hatte, auch die eigene Sprache des Apostolischen Stuhles wurde.

(Johannes XXIII, Apostolische Konstitution Veterum sapientia – 1962)

Helmut Thielicke

„Wenn die Wesensverwandlung von Brot und Wein Tatsache sein sollte, dann dürfte man sich von den Knien nicht mehr erheben.“

(Helmut Thielicke (1908-1986), evangelischer Theologe)

“Se la trasformazione essenziale del pane e del vino dovesse essere reale, uno non dovrebbe più rialzarsi dalle ginocchia”.

(Helmut Thielicke (1908-1986), teologo protestante)

Latein und Liturgie

(…) Zusammenfassend lassen sich die Überlegungen zum Stellenwert des Lateinischen im heutigen Gottesdienst auf drei Momente verteilen:

1. Tradition: Das Anerkennen der Tradition ist nicht mit Traditionalismus oder einer unreflektierten Art der Vergangenheitsbetrachtung zu verwechseln. Die Überlieferungsgemeinschaft der Kirche hat auch ein liturgisches kollektives Gedächtnis, das geschichtstheologische und ekklesiologische Implikationen trägt. Die Entwicklung der westlichen Riten erfolgte in lateinischer Sprache, die auch in der erneuerten Liturgie die Primärsprache der Liturgiebücher ist. Ein traditionsbewußter Zugang drückt ekklesiologisch die Verbundenheit mit der Kirche aller Zeiten aus und bekräftigt den in der Liturgie bestehenden Glauben, mit „Kirche“ nicht ein räumlich und zeitlich („hier und heute“) eingeschränktes Konzept zu meinen, sondern der Verstorbenen zu gedenken und in den himmlischen Lobgesang einzustimmen.

2. Einheit: Der Einheitsbegriff ist für den Römischen Ritus aus gutem Grund nicht definitiv geklärt worden, aber er ist ein Regulativ bei der Evaluation von Zweifelsfällen. Der unbedingte Gebrauch der lateinischen Sprache ist mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht als Merkmal der substantiellen Einheit erkannt worden, da sie auch bei Verwendung der Volkssprachen bestehen kann. Das heißt aber umgekehrt nicht, daß die lateinische Sprache rechtlich, systematisch und symbolisch kein zentrales Element der Einheit des Römischen Ritus ist, sofern man beipflichtet, daß Latein die Primärsprache bleibt und auch praktisch weitergeübt wird. Dies hat auch Konsequenzen für die volkssprachlichen Übersetzungen, die ihre Herkunft nicht kaschieren sollten. Die Einheit der Liturgie verwirklicht sich zudem in hierarchischen Abstufungen: Manche Teile wie die sakramentlichen Formeln und das Hochgebet werden als zentraler erachtet als andere Teile; zudem können die Bischofskonferenzen entweder außerhalb des Zentrums Eigentexte entwickeln oder Formulare rekognoszieren lassen, die der Struktur und Formulierung der römischen Liturgie entsprechen (z.B. neue Hochgebete). Außerdem gehört die Recognitio selbst zu den sichtbaren Elementen der Einheit, da hier auch formal bestätigt wird, daß römische Liturgie gefeiert wird.

3. Sakralität: Jede liturgische Sprache hat sich zu bemühen, den Gottesdienst als Bezugspunkt zu nehmen und ein Idiom zu entwickeln, das der Heiligkeit liturgischen Tuns angemessen ist. Heute zeichnet sich das Latein dadurch aus, daß es keine lebende Sprache ist, zumindest in bezug auf die Qualität als Muttersprache. Ebenso überliefert die lateinische Liturgie (zelebriert oder in volkssprachlicher Übersetzung) sperrige und im Alltag ungebräuchliche Formulierungen, fremdartige Bilder und Gedankengänge. Anstelle einer Glättung empfiehlt es sich, die Spannung auszuhalten, um auch in diesem Bereich Liturgie als Raum der religiösen Erfahrung der Alterität und Differenz wahrzunehmen. Diese Offenheit kann aber nicht bestehen, wenn im Gottesdienst der Primat der Erklärung gilt und Verständlichkeit für einen absoluten Wert gehalten wird. Die Sakralität liturgischer Sprache zeigt sich außerdem auch an der Intertextualität verschiedener liturgischer Texte zueinander und der Liturgie zur Bibel; der intermediäre Raum des Gottesdienstes ist eine eigene Wirklichkeit, die man betritt (vgl. die eindrucksvolle Formulierung im OR I: intrat in canonem). Die Sakralität liturgischer Sprache schützt daher zwei Dinge: das verbalisierte Netz liturgischer Querverweise und eine negativ-theologisch verstandene religiöse Erfahrung (Mysterium), die den Menschen ganzheitlich-existentiell („Gefühl“ im Sinne Schleiermachers) und nicht nur sprachlich-intellektuell erfaßt. Letzteres schließt Verständlichkeit generell nicht aus, sondern setzt es in Relation zum komplexen, multidimensionalen Gefüge der Liturgie und zeigt, daß Sprache nicht nur als Mittel der Kommunikation und Informationsverarbeitung anzusehen ist, sondern selbst schon an Ästhetik teilhat. Sowohl das Lateinische als Liturgiesprache als auch eine an der lateinischen Vorlage angelehnte Übersetzung oszillieren zwischen Verständlichkeit und Ästhetik. (…)

Aus Predrag Bukovec, Latein und Liturgie – Zum Systematischen Stellenwert der Lateinischen Sakralsprache, in Hans-Jürgen Feulner, Andreas Bieringer, Benjamin Leven (Hgg.) – Erbe und Erneuerung – Die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihre Folgen.

Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt

Kard. Robert Sarah auf kath.net:

Ein großer Mensch ist demütig, und ein demütiger Mensch kniet sich nieder.
Meine Freunde, wenn wir auch manchmal im Angesicht der Mächtigen in dieser Welt verzagen, wenn wir manchmal vor ihnen die Waffen strecken, erinnert euch daran, dass euch niemand die Freiheit rauben kann niederzuknien.

Wenn ungläubige Priester ihre Autorität missbrauchen und euch brutal davon abhalten, kniend die Heilige Kommunion zu empfangen, verliert nicht die Ruhe und innere Gelassenheit vor dem eucharistischen Herrn. Leistet ihnen keinen Widerstand, sondern betet für die Priester, deren Verhalten Ihn, den sie in ihren Händen halten, läs­tert und profaniert. Versucht die Demut Gottes nachzuahmen und geht in eurem Herzen, eurem Willen, eurem Verstand, in eurer Selbstachtung, ja in eurem ganzen Inneren auf die Knie. Das ist ja der Gott vorbehaltene Bereich.

Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt! Er ist ein unerschütterbarer Schutzwall gegen die Gottlosigkeit und den Wahnwitz der Menschen. Ein Mensch auf den Knien lässt Satan in all seinem Stolz erzittern!

Benedikt im Wortlaut: Die Kirche und der Skandal des sexuellen Mißbrauchs

Unser Umgang mit der Eucharistie kann nur Sorge erwecken. Im II. Vatikanischen Konzil ging es zu Recht darum, dieses Sakrament der Gegenwart von Leib und Blut Christi, der Gegenwart seiner Person, seines Leidens, Sterbens und Auferstehens wieder in die Mitte des christlichen Lebens und der Existenz der Kirche zu rücken. Zum Teil ist die Sache wirklich geschehen, und wir wollen dem Herrn dafür von Herzen dankbar sein.

Aber weithin dominant ist eine andere Haltung: Nicht eine neue Ehrfurcht vor der Anwesenheit von Tod und Auferstehung Christi dominiert, sondern eine Art des Umgehens mit ihm, die die Größe des Geheimnisses zerstört. Die sinkende Teilnahme an der sonntäglichen Eucharistiefeier zeigt, wie wenig wir Christen von heute noch die Größe der Gabe einzuschätzen vermögen, die in seiner realen Anwesenheit besteht. Die Eucharistie wird zu einer zeremoniellen Geste abgewertet, wenn es als selbstverständlich gilt, daß die Höflichkeit es gebietet, sie bei familiären Festen oder bei Anlässen wie Hochzeit und Beerdigung allen zu reichen, die aus verwandtschaftlichen Gründen dazu eingeladen sind. Die Selbstverständlichkeit, mit der mancherorts einfach die Anwesenden auch das heilige Sakrament empfangen, zeigt, daß man in der Kommunion nur noch eine zeremonielle Geste sieht. Wenn wir also nachdenken, was zu tun ist, so wird klar, daß wir nicht eine von uns erdachte andere Kirche brauchen. Was notwendig ist, ist vielmehr die Erneuerung des Glaubens an die uns geschenkte Wirklichkeit Jesu Christi im Sakrament.

Lesen Sie hier den vollständigen Aufsatz von Benedikt XVI.